LETZTE KOLUMNE…

… dieses Jahr. Es ist traurig, aber dennoch wahr. Vollrausch und Erholung erscheint heute zum letzten Mal im Jahr 2018, zum hundertsechzehnten Mal überhaupt und macht Pause bis zum 22. Januar 2019. Dann geht es aber wieder richtig los. Ich brauche eine kreative Pause, wenn man so will. Ich habe nun etwas mehr als zwei Jahre, jede Woche, eine Kolumne für Euch geschrieben, OHNE PAUSE, und ich bin etwas gelangweilt von mir selbst, von dieser Routine, und wenn ich gelangweilt bin, werde ich nachlässig und wenn ich nachlässig werde, fragt Ihr Euch irgendwann, was dieser Quatsch hier soll, und dann haben wir alle irgendwann mal keinen Bock mehr aufeinander. Jede Beziehung braucht einfach mal eine kurze Reflexionszeit zwischendurch.

Deswegen meine Entscheidung, Euch die nächsten vier Dienstage auf Euch alleine gestellt zu lassen. Am Anfang tut es immer ein bisschen weh, aber dann geht es schon wieder.

Wir müssen uns ein bisschen auseinanderleben, damit wir uns neu schätzen und lieben lernen. Versteht Ihr? Das ist sehr wichtig. Zu wissen, was man an dem und der anderen schätzt.

So auch mit Eurem oder Eurer PartnerIn. Schaut ihm oder ihr tief in die wunderschönen Augen und sagt: Schatz (OK, sagt auf keinen Fall SCHATZ), ich habe es oft nicht wertgeschätzt, was wir aneinander haben und dafür möchte ich mich entschuldigen. Anschließend geht Ihr liebevoll aufeinander los, wie Ihr selten liebevoll aufeinander losgegangen seid und schickt mir danach einen kleinen Gruß an vollrauschunderholung@lucspada.com. Es muss ja nicht immer die Zigarette danach sein. Ihr könnt auch Fragen, Kommentare und Anregungen schicken, die ich nach meiner Winterpause aufgreifen werde. Wenn Ihr das nicht tut, seid ihr böse LeserInnen. Verstanden? Gut, Dr. Spada ist zufrieden.

Was also wichtig ist: Gesundheit. Zeit. Entscheidungen. Wertschätzung. Was nicht wichtig ist, ist nicht wichtig und wird auch nicht mehr besprochen.

Form aufbrechen und inhaltlich aufrüsten, um einfach mal ein paar mächtige Verben zu benutzen. Aufbrechen. Aufrüsten. Es gibt viel zu tun, nicht nur für diese Kolumne und ich brauche einfach ein bisschen Ruhe und Pause von diesem wöchentlichen „Immer-Was-Zu-Schreiben-Und-Sagen-Haben-Müssen“. Ich will nicht immer präsent sein. Die KritikerInnen können aufatmen. Für einen Monat. Das Leben ist eine Party. Mal richtig gut. Mal richtig schlecht. Ich komme wieder.

Zuerst erschienen, in leicht veränderter Form, am 18. Dezember 2018 im Lëtzebuerger Journal