Autor: Luc Spada

Luc Spada schreibt Theaterstücke und Bücher. Als Schauspieler ist er in Haupt - und Nebenrollen in verschiedenen internationalen Film – und Kurzfilmproduktionen zu sehen. Auch tourt der luxemburgische Künstler mit unterschiedlichen Performances und literarischen Soloshows durch den gesamten deutschsprachigen Raum. 2010 wurde Luc Spada mit dem Künstlerstipendium der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens in Berlin ausgezeichnet.
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NEUE FOTOS / SCHAUSPIEL

Neue Fotos von Gabriela Kaziuk für Schauspiel sind online. Unter ACTING sind alle Fotos, sowie Showreel und Image Video (nicht zur kommerziellen Verbreitung und als Pressefotos geeignet) zum Download bereitgestellt. Pressefotos unter Kontakt auf Anfrage!

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MISS KOCKELSCHEUER

Eine kleine Überraschung? Hä? Was soll das heißen? Hat jemand eurer S t i m m b e r e c h t i g t e n  keinen Bock mehr auf Blondinen oder wie? Und ist man erst dann eine gute Tennisspielerin, wenn man sowohl mit erfolgreichem Spiel als auch mit dem Aussehen 23 wunderschöne, hochgebildete, gut trainierte stimmberechtigte Pressevertreter überzeugen kann? Was nur geht in euch vor? Oder anders: Was bitte geht in euch nicht vor?

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ORDNUNG / CHAOS

Kinder laufen lautstark ins Schulgebäude, jeden Tag hat ein anderes Kind irgendwo eine Schramme, und jeden Tag kommt ein Elternteil sich darüber beschweren, dass ihr Kind gar nicht so nicht brav ist, wie der oder die LehrerIn im Hausaufgabenbuch behauptet hat. Dann wird sich darüber unterhalten. Alle haben Recht, niemand Unrecht und bestenfalls gibt eine Partei irgendwann auf und danach geht es dann irgendwie weiter, und man übt sich, in sich auf freundlich passive aggressive Art und Weise aus dem Weg zu gehen, damit keine weiteren Probleme entstehen. Diese Regelmäßigkeit also nicht gestört wird. Am Samstag wird ausgeschlafen, und am Sonntag werden die Eltern oder andere Familienmitglieder besucht. Und Ende jeden Monats kommt immer das gleiche Gehalt.

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AKTION REAKTIONÄR

Vier Jahre danach. Ein weiterer wütender Mensch, der unter stolzen Luxemburgern (Anführungszeichen!) sehr bekannt ist, hat mir mit einer Klage (allgemeine Beleidung) gedroht, ja, behauptet, er hätte die Klage bereits eingereicht. Das war vor zehn Tagen, kurz nachdem mein Beitrag LËTZEBUERGESCH IST TOT in den sozialen Medien steil ging und gut 20.000 Mal geklickt wurde. Davor erschien der Artikel bereits in gedruckter Form im Feierkrop. Thema war einmal mehr die Sprache und wie sie von Rassisten instrumentalisiert wurde und wird.

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TITTENFEST

Clickbaiting auf ganz neuer Ebene: Clicktitting. Klick Titte, um mehr Titten zu sehen. Klick jetzt. Was für ein Kick!

Die Stimmung in Kayl war vorzüglich, war grandios. Lehrerinnen und andere weibliche Individuen aus dem durchschnittlichen Festangestellten-Milieu waren mit fettem Décolleté auf Männersuche, um ihr Leben endgültig fett zu machen.

Tja Frau. Eine erfüllte Titte macht noch lange kein erfülltes Leben. Für ein erfülltes Leben einer Frau braucht es immer noch die Bestätigung eines richtigen Mannes. Und um die Männchen auf sich aufmerksam zu machen, das weiß doch jeder RTL-Fan, braucht es Titten und viel Alkohol, damit die Titten sich auch frei machen. Titten Titten Titten. Mehr Titten. Wir wollen Titten. Titten. Titten. Titten. Copy. Paste. Titten. Titten. Titten.

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WÄHLT MICH

Ich könnte, wenn ich das richtig verstanden habe, nur in Luxemburg Politik „machen“, da ich ja Luxemburger bin. Ich wäre dann einer dieser Künstler oder Sportler oder „Personen“, die irgendwann in die Politik gingen. Solchen wirft man gerne vor, dass sie nicht über die nötige Kompetenz für so einen verhassten, aber sehr wichtigen Beruf verfügen. Seitdem Trump aber Präsident ist, kann dieses Argument nicht mehr wirklich gelten. Oder aber es gilt das alte Prinzip: Wer nichts wird, wird Wirt. Oder eben Politiker. Höhö.

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LËTZEBUERGESCH IST TOT

Die Idioten, die den ganzen Tag über nur jammern, dass nicht genug auf lëtzebuergesch gemacht, geredet, gegessen und geguckt wird, sind doch genau die Idioten, die noch nie ein Buch von Nico Helminger oder Pol Greisch gelesen haben, da ihnen die Sprache noch egaler ist, als der Franzose, der in Luxemburg arbeitet, aber nach Ladenschluss eben keine Zeit hat Sprachkurse zu besuchen, weil er nach Hause fahren muss.

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FEDERWEISS

Ich nickte unbeeindruckt und machte klar, dass ich uns Getränke besorge. Bei letzterem ist in der Regel immer auf mich Verlass. Schon ratterte es, beim Gang von etwa fünf Metern bis zur Bar, in meinem Kopf: Federweißer, krass, Federweißer, sie nimmt einen Federweißen. Also das, was die Alten im Dorf tranken. Im Dorf, wo du aufgewachsen bist, Spada. Soll ich auch so einen trinken? Oh mein Gott. Einen Federweißer und kein Gin Tonic? Darf ich in Zeiten, wo die Grenze zwischen Faschismus und Traditionalismus so dünn verläuft, auf ein solch arg antikes Getränk switchen?

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LOCKER RUF / IN ENTWICKLUNG

LOCKER RUF ist der Versuch Wort und Tanz zu einer Einheit verschmelzen zu lassen. Ein Recherche-Projekt zusammen mit der Tänzerin und Choreografin Annick Schadeck. LOCKER RUF ist der Moment im Warteraum. Eine Geduldsprobe. Eine stetige Flucht. Die Entscheidung zu entscheiden nicht selbst zu entscheiden. Ein Zusammenkommen. Eine Trennung. Eine Suche. Ein Widerspruch in Wiederholungsschleife.