UND DU DIE LETZTEN JAHRE? / 20 FILTERFREIE BILDER

Ja, was waren sie denn? Und wo? Und wann? Die ganz besonders wunderschönen, in Erinnerung bleibenden, Momente. Die, wo „du”, ich also, danach so dachtest: Wow. Oder: Geil. Oder: Ok, nie wieder. Oder: Nächstes mal mit weniger „naja”, dafür mehr „aha”. Nun mache ich „das”, also das, was „die” Kunst nennen, seit gut zehn Jahren. Und „er”, also immer noch ich, wird demnächst 33 Jahre alt und einen neuen Kurs einschlagen, was „das” angeht. Wie das gehen soll, kann ich an dieser Stelle nicht verraten. Ein Geheimnis auf Zeit sozusagen. Aber soviel sei verraten: Ja, es wird immer ein wenig weh tun und zwar nicht nur mir.

Weiterlesen

2020

„Was für Arschlöcher aus Kindern werden können.“, denke ich, währenddessen unsere Blicke sich treffen. Ich kann wirklich nur ganz schlecht verheimlichen (H. versucht es nicht einmal), wenn ich jemanden oder etwas nicht mag. Wir mochten uns noch nie. Also los: Ich lege den Filter „Verachtung“ über meinen Blick, meiner Meinung nach noch subtil genug, um keine Schlägerei zu provozieren, aber subtil kann ich eigentlich auch nur sehr mittelmäßig bis ganz schlecht, behauptet zumindest ein großer Schauspieler aus Luxemburg, der auch in Berlin lebt. Ich fürchte, dass er Recht hat. Unser Blickkontakt reißt ab und ich kann endlich behaupten, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben.

Weiterlesen

MEHR MUSS ES GAR NICHT SEIN

Fest steht: Nach einem ungerechtfertigten Schlag auf die Nase muss sich entschuldigt werden. Ein Schlag auf die Nase, das weiß sie auch, ist nie gerechtfertigt. Unsere Gesellschaft hat sich nämlich darauf geeinigt, dass Gewalt schlecht ist. Mit der Folge, dass, wenn eine Person doch Gewalt auf andere ausübt, sie die Verantwortung übernehmen muss. Heute ist sie mal wieder die Verantwortliche.

Weiterlesen

ABER SO RICHTIG

Die Küche hat mittlerweile geöffnet, und somit ist es ab sofort möglich, sogar zwei Minuten vor 11.00, also offizieller Kücheneröffnung, einen Espresso für 1,90 Euro zu bekommen. Würde ich es „denen“ so richtig zeigen wollen, Runde zwei, würde ich nun keinen kleinen Schwarzen kaufen, da sie mich noch vor drei Minuten abgewiesen haben, aber meine Sucht ist stärker, bestelle, kaufe, nippe, schon wieder schrecklich, trotz Porzellan-Tasse und richtiger Küche und lass die halb ausgetrunkene Tasse auf dem Tisch stehen, obwohl eigentlich erwartet wird, dass man sie dort hinbringt, wo „Geschirrablage“ ausgeschildert ist. Aber das ist die einzige Möglichkeit, es „denen“ nochmal so richtig zu zeigen. Nächste Runde.

Weiterlesen

IM TAXI STREITEN

Das Wunder Liebe lässt sich breit reden. Wunder Liebe lässt sich auch ganz fabelhaft als TV-Show produzieren. Leider oder nicht leider? ist keine Frage von Shakespeare und kein Werbeslogan eines Bestattungsunternehmens. Und den Kopf haben wir auch nur aus der Verpflichtung heraus das schweigsame Herz erklären zu müssen. Das Herz, es spricht nicht und lässt einen […]

Weiterlesen

OUTTAKES II: SVENJA

Es war ein unglücklicher Versprecher. Es war nicht witzig. Es hätte nicht sein müssen, aber es war. Und es bleibt als Warnung in der Gestalt eines bösartigen Katers. Zugegeben: Ich habe sie beleidigt, das war nicht nötig, aber auch nicht meine Absicht. Zu meiner Verteidigung muss ich dazu sagen, dass Svenja, die dicke und auch beste Freundin der Kellnerin Jo dreimal höflich, so höflich, wie es mir in meinem gestrigen Zustand nur möglich war, gebeten wurde, von meiner Person Abstand zu nehmen. Da sie das nicht tat, war sie demnach aktiv an ihrer eigenen Beleidigung beteiligt.

Weiterlesen