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LUCSPADA.COM / LUCSPADA.LIVE

Lyrich.blog ist gelöscht und dafür ist jetzt lucspada.com und lucspada.live online. Alle Beiträge sind noch online und es werden auch noch viel mehr folgen, aber eben nach dem super praktischen All-in-one Prinzip. Das heißt, dass sowohl lucspada.com als auch lucspada.live Blog und meine Homepage zugleich sind. Lässt sich auch viel einfacher merken.

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throwbackWELTFRAUENTAG

Fertig geduscht und angezogen, lief er in den Blumenladen gleich bei ihm um die Ecke und kaufte einen Strauß Rosen, nahm letzteren mit zu sich nach Hause und stellte sich vor den großen Spiegel in seinem Schlafzimmer. Dann zückte er sein Handy und fotografierte das Spiegelbild, das ihn mit seinen Rosen in seiner rechten Hand und dem Handy in der linken Hand zeigte.

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HERAUSWACHSEN

Was ich nicht alles wollte. T-Shirts! ALLE T-Shirts einer bekannten Restaurant-Kette, die überwiegend in Großstädten zu finden ist. Ich wollte sie ALLE. Die Classic Editions. Die Limited Editions. Die Special Editions. Alle Editions. Und ich trug sie mit Stolz, ohne zu bemerken, dass ich einfach nur einer der vielen Deppen war, die dachten, dass es besonders „rock“ wär, umsonst Werbung für eine Kette zu machen, die sich dadurch auszeichnet, dass sein Kunde zu rockiger Musik Burger essen und währenddessen gleichzeitig auf Gitarren glotzen kann.

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ÜBER DAS PERFEKTE ENDE

Apropos Ende, Elton John hört auf, denn er hat mit über siebzig erkannt, dass es im Leben Wichtigeres als Welttourneen gibt und will jetzt noch eine machen, um sich anschließend voll und ganz seiner Familie zu widmen. Denn, was doch so viele unter diesen MusikerInnen und SchauspielerInnen nicht einsehen möchten, ist, dass man dann aufhören soll, wenn es am schönsten ist und nicht dann, wenn der Infusionsbeutel auf der Bühne zum unvermeidbaren Begleiter wird. Was die Rolling Stones dazu sagen, weiß ich leider nicht.

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OUTTAKES I: STERBEN

Findest du das traurig? Ich finde das traurig. Selten finde ich es nicht besonders traurig, sondern eher beruhigend. Wenn die von der Steuer nerven, Liebeskummer, die Tode der anderen. Irgendwann wird es schon ein Ende haben. Dann aber schaltet sich gleich und ungefragt dieser Selbsterhaltungstrieb ein, erbarmungslos. Gelegentlich ist letzterer noch ekelhafter, als die immer wieder aufkommende Angst vor dem Tod. Die endgültige Stille.

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BEWEGUNG!

Er fällt unter anderem auch dadurch auf, dass, wenn er ein Lokal betritt, es etwas strenger im Raum riecht. Das mag jetzt fies klingen, aber es ist unbestreitbar, dass es so ist, und gerade riecht es ganz besonders streng hier, denn er hat am Tisch neben mir Platz genommen. Er bestellt Eierkuchen. Sonst nichts. Daran wird sich in den nächsten Stunden auch nichts ändern.

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FLAKE

Zeit, Tod, Leben, Musik, Glück, (Ostberliner)Geschichte. Das sind die Themen, die Christian Lorenz alias Flake beschäftigen. Flake ist Keyboarder der Band Rammstein, die weltweit fast so bekannt ist wie Nestlé mit dem Unterschied, dass Rammstein gefährlich aussieht und klingt, es aber nicht ist.

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LOW EXPECATIONS

Strebst Du nach Glück? „Ich bin ja eher so einer“, der versucht, so gut es möglich ist, das Unglück zu umgehen. Das hilft mir, mich nicht mit allzu großen Erwartungen – an mich selbst und an mein Umfeld – verrückt zu machen, aber lässt immer noch genug (Spiel)Raum für Überraschungen und verschiedenste Freuden, falls das Glück sich manchmal dazu durchringt, mich aufzusuchen und tatsächlich auch zu finden.

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SAARMAS / 20 FILTERFREIE BILDER

SAARMAS / 20 FILTERFREIE BILDER

Der alte Mann in der Sauna macht zu voller Stunde einen kräftigen Aufguss klar, grunzt beschwörend in die Runde, um dem gesundheitlichen Charakter seines Treibens noch mehr Ausdruck zu verleihen. Kurz hält er inne und fragt die anwesenden Damen, ob sie einverstanden sind, wenn er vor Freude grunzt. Die Damen sind einverstanden und grunzen gleichberechtigt mit. 

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NOT YET A WOMAN

Dann wird der Abend gemütlich ausklingen gelassen, indem das zwanzigjährige „authentic girl travelling around the world“ ein Foto von sich im String-Bikini hochlädt, wie sie der Sonne beim Untergehen zuschaut. Gute Nacht Sydney, wir sehen uns übermorgen im Whirlpool in Los Angeles, wo ich irgendeine andere Botoxtussi treffe, um darauf hinzuweisen, dass es anderen Menschen nicht so gut geht wie uns. Wir sollten also wirklich den Tag genießen. Und das jeden Tag. Schließlich hat man nur ein Leben. Herz.

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LISTELIZE

Und wenn gar nichts mehr geht, dann esse ich Plastik, davon gibt es auf jeden Fall genug, und ich tue etwas Gutes für die Umwelt. Und vegan müsste das auch sein.
Aber es soll nicht nur Bio-Fleisch sein, auch eine Flasche Prosecco, um mit meinen homosexuellen Freunden auf die „Ehe für alle“ in Deutschland anzustoßen. Zweimonatiges Jubiläum. Immerhin.

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PROMISE

Ich habe keine Lust zu schreiben, heute nicht, ich habe keine Lust, irgendwas zu schreiben. Es wurde so viel geschrieben, auch wirklich viel Mist. Auch wirklich viel Mist über mich. Auch ich habe schon viel Mist geschrieben. Warum nicht einfach mal nichts schreiben? Warum nicht einfach nichts veröffentlichen? Ich schreibe trotzdem was, aber nur noch diesen Beitrag, dann ist es vorbei. Für heute. Versprochen.

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AUF DER SUCHE NACH DEM MANN IN MIR

Vor allem sind hier aber Fotos von dummgrinsenden Frauen vor tiefgelegten prolligen Autos zu sehen. Alle in so engen Kleidchen, für die sich sogar Primark schämen würde, alle mit hochgequetschten Plastikbrüsten.
Diese Frauen schauen alle so, als hätte der bis zum Kinn tätowierte Hobbyfotograf, der eigentlich Automechaniker oder Dorfdiscobesitzer ist, seine „Models“ mit Sprüchen wie „Komm Maus, zeig noch bisschen, zeig noch bisschen mehr von deinen runden Kurven, das bringt meinen Motor so richtig zum brummen“, in Stimmung gebracht.

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AUSSEHEN IST ALLES

Eine Lüge ist, wenn behauptet wird, dass Aussehen nicht so wichtig sei. Aussehen ist alles, erstmal. „Liebe auf den ersten Blick“ heißt nicht umsonst „Liebe auf den ersten BLICK“. Man verliebt sich in das, was man sieht. Nicht in das, was man glaubt, dahinter, hinter der Fassade, zu erkennen. ERSTMAL. Das hat den Vorteil, dass theoretisch jeder oder jede eine Chance bekommen kann, einfach nur, weil jede jeden oder jeder jede möglicherweise „schön“ findet. Das ist doch fair. Nicht?

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FÜHLEN

Somit dreht sich die Aktualität im Großen und Ganzen um Männer, die ihre Macht missbrauchen: Sexuelle Belästigung. Vergewaltigungen. Unterdrückung von Minderheiten und Journalisten. Umwelt kaputt machen. Lügen. Die Liste ist lang. Jetzt die Klischee-Frage: War das immer schon so oder sind die sozialen Medien Schuld? Äääh.

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© LCM Fotostudio Richard Schuster

WIEN UND KEIN WORTSPIEL MIT FALCO (VERSPROCHEN!)

Wirklich jagen konnte man mich mit ihrer Bewunderung für Marcel Proust. Die Sensation rund um die „Madeleine“ war für mich alles, was Literatur nicht sein sollte: Literatur wie geschaffen für selbsternannte Intellektuelle, die nach ihrer Doktorarbeit gezwungen sind für eine regionale Tageszeitung zu schreiben, weil die Welt „einfach noch nicht schlau genug für ihre Vision“ ist, und alles verreißen, was nicht ihrer Vorstellung von Wahrheit entspricht, sprich: Verkopfter Dünnpfiff. 

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#METOO ODER LASS ICH’S LIEBER SEIN?

Ich finde es unerträglich, dass bestimmt fünfzig Prozent, mindestens, meiner Bekanntschaften in ihrer Statuszeile #metoo angegeben haben. Das ist ein seltsames Gefühl von „aha“ und „wie habe ich dann die letzten Jahre gelebt“? Mit verbundenen Augen, zusätzlichen Scheuklappen und verstopften Ohren? Was? Sie auch? Warum hat sie mir nie was gesagt? Ok, warum sollte sie mir auch was sagen? Warum sagt sie es Facebook?

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RÜCKBLENDE NACH VORNE / UND JETZT?

Fortschritt ist auch immer Veränderung. Die Berliner hatten auch die Möglichkeit, für oder gegen den Flughafen-Tegel zu stimmen. Viele unter meinen Bekannten und Freunden möchten ihren kleinen, süßen Flughafen behalten, weil er immer schon da war, weil die Wege so kurz sind, weil alles doch bitte bleiben soll, wie es schon immer war. Veränderung ja, aber ohne dass sich wirklich etwas verändert, weil Veränderung stört die Gewohnheit, und Gewohnheit steht dem Fortschritt immer im Weg. Folglich wird Angela Merkel an der Regierungsspitze bleiben, nicht weil sie die Beste ist, sondern den „Status quo“ souverän als Fortschritt verkauft. Es ist doch nicht alles schlecht. Stillstand, das neue Sexy.