Schlagwort: Kritiker

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KRITIKER NICHT IN DER NACHT BELEIDIGEN

Wenn man viel getrunken hat, schnell, das Fenster auf, viel Wasser trinken (ohne Kohlensäure) und hoffen, dass der Kater nicht zu laut schnurrt. Noch was essen? Essen nach Mitternacht macht besonders viel Spaß, besonders wenig schlank. Ja, ok, schnell noch was essen, oh, noch eine Salami, aufessen, aufgegessen und sich mit schlechtem Gewissen davonträumen, Rausch ein, Rausch raus. Wenn man aber nur ein, zwei Drinks hinter sich hat, nach dem riesen, überteuerten Burger und bereits früh wieder zu Hause ist, weil die Freunde, mit denen man den Burger gegessen und die ein, zwei Drinks genossen hat, morgen früh rausmüssen (irgendwann ist das so, dass die Freunde am nächsten Tag IMMER früh rausmüssen), weil sie Marathon laufen oder Kinder zeugen wollen und man nicht alleine weitertrinken möchte, was dann? WAS ALSO DANN?

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VORSICHT, VORSICHT!

Er spricht mit mir. „Ouah feuinh“, höre ich. Ich glaube, das ist Französisch. Eine Sprache, die mir nicht leicht fällt. „Will er mich überfallen?“, denke ich. „Will er mich zusammenschlagen?“, denke ich. „Jetzt machen sie es wahr, diese gehässigen luxemburgischen Literaturkritiker. Sie haben einen Schläger organisiert, um die Scheiß-Literatur aus mir herauszuprügeln. Hoffentlich finden meine Freunde, Freundin oder die Polizei die eine Schublade mit meinen zahllosen (es sind wirklich viele) unveröffentlichten Manuskripten, die dann post mortem veröffentlicht werden. Und dann werde ich ein gefeierter toter Schriftsteller, wenn sie denn gefunden werden…“, denke ich. „Du feu?“, der andere dunkel gekleidete Mann, oh Französisch, wirklich, „ah oui, j’ai, oui, quelque part, je cherche, un moment, mon pantalon, je trouve pas euhhh (weil ,euhhh‘ klingt sehr Französisch, das habe ich in Paris gelernt)“, versuche ich die Worte dieser unmöglich souverän zu meisternden Sprache zu finden. „Mais non, j’ai du feu, regardez“, sagt er, und da fällt mir auf, dass ich in der ganzen Aufregung, was der dunkel gekleidete Mann wohl alles mit mir anstellen wird, nicht mitbekommen habe, dass er mir Feuer anbieten wollte und realisierte sie dann schlussendlich, die Flamme, die aus dem Feuerzeug schoss. Sie brannte lichterloh. Der potenziell von den gehässigen Literaturkritikern engagierte Schläger wollte mir tatsächlich nur Feuer anbieten. Ich hebe die Zigarette Richtung Flamme, hau mir selbst meine Hand gegen die Nase, treffe die Flamme kaum, ziehe, hab‘ aber keine Puste mehr, vor Aufregung, was alles hätte passieren können. Noch einmal davon gekommen.

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ZUSTAND:F****N

Interessant ist vor allem, dass die gleichen Leute, die ihre ganze Politik und ihr ganzes Leben auf Ausländerhass und Ausgrenzung aufbauen, Hate-Kommentare liken, die Menschen böses wünschen, plötzlich die sind, die den Rechtsstaat auf ihrer Seite sehen wollen, denselben, den sie sonst allerhöchstens herablassend belächeln., weil lëtzebuergescher (!!!) Rap sie kritisiert, die Lëtzebuergesch Sprooch sie ordentlich gefickt hat … herrlich, die Ironie und die immer wiederkehrende Erkenntnis, dass nichts im Leben geschenkt ist, am allerwenigsten die Intelligenz und noch weniger ein guter Fick.

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AUCH WICHTIG

Außerdem unwichtig: Dein rassistischer Onkel bei der alljährlichen weihnachtlichen Familienfeier. Der neue Freund deiner Tante. Die Zeugen Jehovas. Der verspätete Zug. Die Mahnung, deine Rechnung endlich zu begleichen, obwohl dein Konto blank ist. Die Beule in deinem neuen Auto. Alles kurz nervig, etwas ärgerlich, aber lös-, ignorier- oder reparierbar.

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WAS WICHTIG IST

Vor Kurzem wurde ich wieder in einer Zeitung beleidigt. Dabei hatte der Artikel in der Sache nicht einmal was mit mir zu tun. 
Die Aufmerksamkeit wird demnach immer wieder auf mich gelenkt, ohne dass ich sie auf mich lenke. Der für den Artikel Verantwortliche scheint seinen Frust, nie ein echter Autor geworden zu sein, es als Luxemburger so dermaßen schwer zu haben und ein unausstehlich komplexierter Mensch zu sein, auf mich zu projizieren. Ist dem armen Kerl echt so langweilig?

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BETRUNKENE SOMMERLOCH-KOLUMNE

Man rät davon ab, im betrunkenen Zustand Smartphones zu benutzen, um Ex-FreundInnen nicht mit geschmacklosen Angeboten nach Mitternacht zu belästigen. Da ich mich blendend mit meinen Ex-Freundinnen verstehe, bevorzuge ich nach Mitternacht eine betrunkene Kolumne zu schreiben und meine LeserInnen zu belästigen, aber nicht meine Ex-Freundinnen mit geschmacklosen Textnachrichten zu schikanieren. Äh. Dann lieber eine betrunkene Kolumne. Wie oft soll ich das noch schreiben? Betrunkene Kolumne. Klingt aber wirklich gut? Äh. Was kommt nach einer Frage? Ein? oder!? Ein! oder? Äh. Nicht, dass es noch eine geschmacklose betrunkene Kolumne wird.

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Sagspiel

SAGSPIEL

Das habe ich aber jetzt schön gesagt, ein Sagspiel, kein Sagenspiel. Auch kein Sargspiel. Oh, ist das ein Spada-Wortspiel? Immer diese inhaltlosen Sagspiele. Meine Sagspiele, von Kritikern auch gerne als „Tourette-Poesie“ angesagt. Auf Kosten von nervlichen Erkrankungen lässt es sich doch immer noch am besten über Spadagesagtes lachen, äh, kritisieren.

Immer diese Kritik-Spastis, ey, gut, dass ich sowas nie sagen würde, nicht umsonst, das sage ich auch sehr gerne, sag ich, was ich zu sagen habe anHAND (Hand – oder Sagspiel?) meines Mittelfingers. Dass er das gesagt hat, unverschämt!