Schlagwort: Märchen

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SCHLUSS MACHEN 1/2

Die letzten gewaltigen Worte sind schlussendlich auch nur Worte. Sie wirken groß, gut überlegt, aber das Resultat bleibt das gleiche: Es ist vorbei „Ich gehe jetzt, keine Ahnung wohin.“ Vielleicht weißt du nicht einmal warum. Man könnte anfangen, einen Schuldigen ausfindig zu machen. „Du warst zu frech, ich halte das nicht mehr aus“ oder „Du machst meine Freunde immer klein“ oder „Du gibst einen Scheiß- dreck auf die Meinung der anderen“ oder „Du kostest zu viel Geld“. Die ewige Suche nach der Schuld, einem Sündenbock. Die Zeiten sind oder müssten vorbei sein. Was, wenn der Schuldige gefunden wird? Was würde es ändern? Was bringt es dem Opfer, wenn sein Mörder auf dem elektrischen Stuhl brät?

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ENDLICH EIN TEXT ÜBER DAS WETTER

Erneut die Frage: Was habe ich nur falsch gemacht? Und ist es eine gute Idee übers Wetter, über die Jahreszeit, zu schreiben? Schließlich wissen wir alle, dass, wenn das Thema Wetter aufkommt, es eigentlich nichts mehr zu sagen, oder schreiben gibt. Nur schlimmer: Die Abende, wo sich auf einmal Witze erzählt werden. Es kann nur noch bergab gehen. Doch es beschäftigt uns Menschen. Das Wetter, ständig bestimmt es unser Leben, unsere Laune, unsere Mobilität. Es ist die Zeit der „Ganz schön kalt wieder, gestern waren es doch noch…“, „Was? Schon dunkel“ oder „Ich zieh hier weg“ Sätze. Und doch zieht keiner weg. Denn gutes Geld wird nicht dort gemacht, wo es schönes Wetter gibt. Und gutes Geld kommt meistens vor gutem Wetter. Wäre das nicht so, hätten wir höchstwahrscheinlich kein globales Klimaproblem.

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© LCM Fotostudio Richard Schuster

WIEN UND KEIN WORTSPIEL MIT FALCO (VERSPROCHEN!)

Wirklich jagen konnte man mich mit ihrer Bewunderung für Marcel Proust. Die Sensation rund um die „Madeleine“ war für mich alles, was Literatur nicht sein sollte: Literatur wie geschaffen für selbsternannte Intellektuelle, die nach ihrer Doktorarbeit gezwungen sind für eine regionale Tageszeitung zu schreiben, weil die Welt „einfach noch nicht schlau genug für ihre Vision“ ist, und alles verreißen, was nicht ihrer Vorstellung von Wahrheit entspricht, sprich: Verkopfter Dünnpfiff.