Schlagwort: Liebe

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WAS HABEN WIR GEMEINSAM?

Kurzer Blick auf die (auch nicht mehr so) neue Kennenlernkultur. Sie heißt App, Tinder, Bumble oder so ähnlich. Optimiertes Kennenlernen, sozusagen. Du sagst ihr, der App, was du am liebsten liest, Krimi oder Sachbuch? Was du am liebsten isst, vegan oder vollwert? Was du am liebsten trinkst, Smoothie oder Espresso? Was du arbeitest, Krankenpflegerin oder bildender Künstler? Und sie sagt dir, wen du in Zukunft lieben könntest. Ihr lest das gleiche Buch, ihr müsst euch lieben. In der realen Welt.

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OH LOVE

2019. Du bist wohl erfolgreicher als je zuvor. Ich bin, naja, ich bin halt immer noch… da. 2019. Dein Jahr. Es ist viel passiert in den letzten Jahren, wie man es auf Instagram verfolgen konnte. Mal hast du einen Bikini an und postest es auf Instagram. Dann hast du deinen Bikini wieder aus und postest es auf Instagram. Nicht zu vergessen sind auch deine unverwechselbaren saugut bezahlten Partnerschaften mit großen Kosmetikunternehmen: Ey Leute, dieser Lippenstift ist so krass rot, seht ihr? Wie krass rot der ist? Ihr müsst den unbedingt kaufen. Mega rot.

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0204

Am Sonntag war #TransDayOfVisibility, ein Tag vor dem 1. April. Gegen die Marginalisierung und Diskriminierung von Transsexuellen, für die Akzeptanz aller Geschlechteridentitäten. Der Tag macht Sinn und ist sehr wichtig, denn er setzt sich für mehr Humanismus ein. Jedenfalls mehr als Weihnachten. Politische, auf ein Thema aufmerksam machende Tage, wenn man so will, sind wichtig. Also: Die Themen selbst sind relevant, aber was ist mit den anderen Tagen? Wenn zum Beispiel Welt-Aids-Tag ist, ist dann nicht mehr Weltfrauentag? Und wenn internationaler Frauentag ist, ist dann Diskriminierung von Transsexuellen kein Thema mehr?

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UNERFÜLLTE LIEBE: NUR EIN ENTWURF

Google sucht. Nach 0,37 Sekunden schlägt die Suchmaschine ungefähr 116000 Ergebnisse vor. L. erfährt auf der Internetseite von FIT FOR FUN unter der Kategorie WISSEN alles, was er wissen muss. Der körperliche Längenwachstum soll also bei den meisten Menschen spätestens mit 19 Jahren abgeschlossen sein. Aha. Drei Jahre bleiben übrig. Höchste Zeit. Actions speak louder than words hat L. irgendwo mal gelesen und handelt sofort.

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#CSDBERLIN / 20 FILTERFREIE BILDER

Du musst keine Angst haben. Alles ist gut. Sie trinken nur. Sie feiern nur. Sie tanzen nur. Ja, das ist ein Penis und er zeigt ihn, weil er kann, weil er will, weil er es ein bisschen geil findet. Du darfst auch wegschauen, wenn es dir nicht passt. Und diese vielen Ärsche sind nicht eklig. Es sind lediglich viele Ärsche. Erinnere dich: Du hast auch einen und nein, du brauchst keine Angst um ihn zu haben. Es gibt genug Auswahl hier und nicht alle interessieren sich für deinen Arsch. Du kannst aufatmen, sweetheart. Niemand will dir weh tun. Und nein, die beiden Damen knutschen nicht halbnackt, um dich geil zu machen.

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AUSSEHEN IST ALLES

Eine Lüge ist, wenn behauptet wird, dass Aussehen nicht so wichtig sei. Aussehen ist alles, erstmal. „Liebe auf den ersten Blick“ heißt nicht umsonst „Liebe auf den ersten BLICK“. Man verliebt sich in das, was man sieht. Nicht in das, was man glaubt, dahinter, hinter der Fassade, zu erkennen. ERSTMAL. Das hat den Vorteil, dass theoretisch jeder oder jede eine Chance bekommen kann, einfach nur, weil jede jeden oder jeder jede möglicherweise „schön“ findet. Das ist doch fair. Nicht?

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AUF DEN SPUREN VON…

Aber tatsächlich, eins ist sicherlich wahr. Ab 60 stellt es sich als bemerkenswert schwierig heraus, kopulierungsfreudige Frauen mal eben so in einer Bar in der wirklichen, analogen Welt anzutreffen. Es sei denn, man versucht sich in der Swinger-Szene, doch der letzte Besuch, vor etwa fünf Jahren, in einem derartigen Etablissement sollte sich zu einem Desaster entwickeln, als der swingende Ehepartner, mit dessen Frau Geir gerade zu Gange war, ungefragt durch seine Hintertür eindrang. Das war ein eindeutiger Fall von „Cockblocker“, den Geir in Zukunft unbedingt verhindern möchte.

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Erstmal die Karte

ERSTMAL DIE KARTE

Der Kellner kommt an und fragt, was er Gutes für die beiden tun kann. F. denkt kurz nach, weiß, dass die Antwort, die sie wirklich auf seine Frage hat, den Kellner überfordern wird und fragt vorsichts(sicherheits)halber nach der Karte. Er bestellt ein Bier, vom Fass. Auf keinen Fall Flaschenbier. „Ein eiskaltes Bier, das kann nicht schaden“, behauptet B. und freut sich, dass er einmal nicht übers Wetter gesprochen hat.