Schlagwort: Luxemburg

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WÄHLT MICH

Ich könnte, wenn ich das richtig verstanden habe, nur in Luxemburg Politik „machen“, da ich ja Luxemburger bin. Ich wäre dann einer dieser Künstler oder Sportler oder „Personen“, die irgendwann in die Politik gingen. Solchen wirft man gerne vor, dass sie nicht über die nötige Kompetenz für so einen verhassten, aber sehr wichtigen Beruf verfügen. Seitdem Trump aber Präsident ist, kann dieses Argument nicht mehr wirklich gelten. Oder aber es gilt das alte Prinzip: Wer nichts wird, wird Wirt. Oder eben Politiker. Höhö.

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KOPIERE UND FÜGE EIN UND LEITE WEITER

Liebe Kolumne-Freundinnen, Liebe Kolumne-Freunde, Liebe Journal-Leserinnen und Journal-Leser, auch ich schließe mich nun an, ich weiß zwar noch nicht genau an wen oder was, und würde ich es wissen, wüsste ich nicht wie und eigentlich auch nicht warum, aber wenn das jetzt alle machen, mache ich das auch, weil ich bin ein freier Mensch, der sich alleine auf der Tatsache ausruht, dass er das machen kann, was er machen will, weil frei, weil Wahl haben, weil… Du sollst das bloß nicht hinterfragen.

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DIE AUSLÄNDER SIND SCHULD

Sowas bezeichnen Déi Konspirativ als pädagogisch relevant. Es soll den Zweck erfüllen, dass wir Luxemburger in Luxemburg endlich wieder luxemburgisch sein dürfen und können. Mehr Luxemburg bitte und weniger Europa. Ein Europa vereint im gegenseitigen Hass, den die endlich souveräner gewordenen Nationalstaaten untereinander, gezeichnet durch klare Grenzen, pflegen sollen. Was zählt, ist unsere kleine Insel. Alle anderen sind böse und wollen unsere Frauen vergewaltigen, unsere Freizügigkeit verbieten, unser Geld klauen und unseren Alkohol abschaffen.

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KULTURÄÄÄHENTWICKLUNGSPLAN

Und jetzt? Ja, wie soll man sagen? Abwarten. Schauen. Gucken. Mal sehen. Es ist auch nicht einfach. Das weiß auch ein Premier, der die wenigen TeilnehmerInnen zu besänftigen wusste, da er sich nur zu gut in die Lage seiner KünstlerInnen hineinzuversetzen verstand. Er erzählte von seiner Zeit als junger aufstrebender Anwalt, die Zeit vor seiner Zeit als großer Bürgermeister, Premierminister, Kulturminister und Medienminister, als er sich knapp über der von KünstlerInnen so befürchteten Armutsgrenze durchboxen musste. Soviel Verständnis und Taktgefühl vom aktuellen KULTURMINISTER hatte nun wirklich keiner erwartet. Ein paar Tränen flossen. Rührend.

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PFINGSTKREUZFAHRT

Der Veranstalter verspricht beste Stimmung. Heißt: Die sicherheitsverliebte Mittelschicht grölt laut zu Bumsmusik mit. Ja, ein Ort, wo für die Frauen Feminismus noch ein Schimpfwort ist, Niveau eine Hautcreme, Rassismus die Grundlage für gute Witze und Fettleibigkeit eine Investition. Endlich die Stimmung live und hautnah erleben, die man sonst nur, mit gesundem Abstand vor dem Bildschirm, in den gängigen Kommentarspalten der diversen Medienunternehmen zu Gesicht bekommt.