Schlagwort: Spotify

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PLAY AND SHARE 2/2

Und was? Du hörst immer noch die gleiche Mucke wie früher, als wir 16 waren, wir auf der großen Wiese im Stadtzentrum gekifft haben? Ernsthaft? Immer noch „Fuck the System“, aber letztes Mal, als ich bei dir Zuhause war, als du und deine Frau mich eingeladen habt, wolltet ihr mit mir zusammen Sushi machen? Und ihr hattet nicht einfach Gin und Tonic, sondern so ein kofferähnliches aufklappbares Ding, wo alles, was man für den perfekten Gin braucht, drin war. Ganz selbstverständlich, so als wäre es ok, so ein Köfferchen zu haben. Warum nicht einfach Eis, Gin, Tonic, trinken und reden und fertig? Ja, ihr genießt so gerne, ihr sauft nicht mehr, ich weiß… „Ein Gin To ist nicht einfach nur ein Gin To, zwischen Gin To und Gin To (ja, du hast Gin To gesagt. Als wäre das Getränk dein bester Freund. Als würdet ihr euch nur noch beim Spitznamen nennen) können Welten liegen“, zelebriertest du dein scheiß Köfferchen Limited Edition. „I want to take you through a wasteland, I like to call my home“, höre ich Billie Joe mir ins Ohr flüstern. Klar, du darfst gerne Green Day, Alkaline Trio und Blink182 hören. Bis du tot umfällst, aber dann hol dir dein Essen auch, wie früher, vom nächstgelegenen Fast-Food-Restaurant und ich bringe eine Flasche Billo-Schnaps mit, und dann besaufen wir uns, und der Abend ist gelungen.

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PLAY AND SHARE 1/2

Wer die letzten Tage und Wochen nicht komplett im Offline gelebt hat, weiß jetzt ganz genau, was sein guter Freund Ingo für Musik hört. Wer zudem Spotify-Abonnentin ist, weiß jetzt auch, was 2017 (und 2016, 2018,…) in Heavy Rotation lief. Bilderbuch? Coldplay? Oder doch die Beatles? Spotify bietet freundlicherweise an, seinen Hörgenuss mit all seinen Freunden, Followerinnen und Bekannten zu teilen. Ingo hört super gerne Rihanna, und auch diese Ariane findet er ganz super. Und Ingos Freundin Lisa hört ganz gerne David Guetta und Justin Bieber, welcher ihr Lieblingskünstler 2016 war. Jetzt wird fleißig geteilt, schließlich teilen Ingo und Lisa und Anne-Marie und Finn, und wie sie und wir alle heißen, alles. Das muss Argument genug sein. Nur warum? Ja, die Frage muss doch mal erlaubt sein. Warum wird geteilt?